Biografie

Der in Wien lebende Dirigent William Garfield Walker wird vom Online-Magazin Klassik begeistert für „ein unwiderstehliches Gespür für ausgedehnte Spannungsbögen und großes Pathos“ gerühmt.

Studioporträt von William Garfield Walker mit Taktstock

Als Chefdirigent des Nova Orchester Wien leitet Walker ein Orchester von neunzig Musikerinnen und Musikern aus mehr als dreißig Ländern. Das Orchester, dem Die Presse eine „visionäre Wiener Klangkultur“ bescheinigt, tritt regelmäßig im Musikverein und im Wiener Konzerthaus auf. Sein Repertoire reicht von Bruckner, Mahler und Schostakowitsch bis zu Werken des 20. und 21. Jahrhunderts, darunter österreichische Erstaufführungen.

Unter Walkers Leitung hat Nova im Rahmen von Bruckner 200 mit der Internationalen Bruckner-Gesellschaft zusammengearbeitet und ist Kulturpartner von UNICEF Österreich geworden. Im November 2026 dirigiert er Mahlers Vierte Symphonie und Schönbergs Erste Kammersymphonie im Wiener Konzerthaus in einem Konzert zum 125-jährigen Bestehen der Universal Edition. Im Jänner 2027 dirigiert er Bruckners Siebte Symphonie im Großen Saal des Musikvereins in einem Konzert der Jeunesse.

Walker war Staff and Cover Conductor an der Lyric Opera of Chicago und Solti Conducting Fellow an der Washington National Opera.

Er erhielt viermal den Sir Georg Solti Foundation U.S. Career Assistance Award sowie den Ersten Preis des American Prize in Conducting in der Kategorie Berufsorchester. Mitglieder der Wiener Philharmoniker wählten ihn für das AAF/Faber Fellowship bei den Salzburger Festspielen aus.

William Garfield Walker auf dem Weg zur Bühne

Als Dirigent arbeitete er unter anderem mit der Sofia Philharmonic, der Janáček-Philharmonie Ostrava, dem Bucharest Symphony Orchestra, der Orquesta Reino de Aragón, dem Symphony Orchestra of the Balearic Islands, dem Cabrillo Festival Orchestra und dem Wiener Concert-Verein. Seine Aufnahme mit dem Wiener Concert-Verein im Wiener Musikverein erschien bei Solo Musica.

Walker studierte Dirigieren in Wien und vertiefte seine Ausbildung bei Paavo Järvi, Neeme Järvi, Vladimir Fedoseyev, Jorma Panula und Michail Jurowski. Von Riccardo Muti für die Italian Opera Academy beim Tokyo Spring Festival ausgewählt, arbeitete er mit Muti an Verdis Attila.

Vor seinem Weg zum Dirigieren war Walker international als Cellist tätig; er studierte am Royal College of Music in London und bei Richard Hirschl vom Chicago Symphony Orchestra.

Walker ist auch Komponist; seine Werke erscheinen bei der Universal Edition. Seine Solo-, Kammer- und Orchesterwerke wurden im Musikverein, im Wiener Konzerthaus und im Palau de la Música Catalana aufgeführt, ebenso in Zusammenarbeit mit Tanzensembles im Guggenheim-Museum Bilbao und beim Sarajevo Ballet Festival.